Ameland, du bist für immer „Mon Amour“
Der Tag für unser Team begann heute schon besonders früh. Bereits um 5 Uhr packten sie ihre Koffer, räumten alles auf und verpackten die Reste, die heute in der Früh noch benötigt wurden.
Um 6 Uhr wurden die Kinder dann liebevoll von den Betreuersen persönlich geweckt, da unsere Musikanlage bereits gestern abgebaut wurde. Da es aber so ganz ohne Weckmusik doch nicht geht, hat Finn seine Box heute Morgen nochmal heiß laufen lassen und den Kindern eingeheizt, denn Zeit zum Trödeln gab es heute Morgen nicht. Schnell wurde sich in die Lager-T-Shirts geschmissen, die Zähne geputzt, die Koffer zu Ende gepackt und mit den Schlafsäcken gekämpft. Wie haben die bloß mal in die Verpackung gepasst? Nachdem die letzten gefundenen Klamotten der Kinder versteigert wurden, konnten dann endlich alle Koffer in den LKW geladen werden. Um 7.30 Uhr schloss Ronny die Türen des LKWs und fuhr samt Küchenteam vom Hof in Richtung Fähre, dicht gefolgt vom weißen Bully. Um 8.30 Uhr ging es für sie schon über die Fähre.
Anschließend wurden die, von den Betreuersen bereits gestern vorbereitete Brote und Trinkpäckchen für die Kinder verspeist. Ein letztes Lebewohl und eine Verabschiedung vom Lager später, machten wir uns um kurz nach 8 auf den Weg zum Anleger. Pünktlich um 9.45 Uhr betraten wir die Fähre und machten uns auf den Weg zurück zum Festland. Vom Oberdeck aus noch einmal einen Blick zurück auf die Insel geworfen, winkten wir der schönsten Insel der Welt zu. Bis zum nächsten Jahr, Ameland!
Auf dem Festland angekommen ging es direkt weiter in den Bus. Einmal durchgezählt, alle Mann an Bord! Es dauerte nicht lange, da merkte man, was für die Spuren die vergangenen zwei Wochen auch bei unseren härtesten Krieger*innen hinterlassen hatten. Nach und nach vielen immer mehr Kindern die Augen zu und auch Teile des Teams konnte ihre über zwei Wochen angesammelte Müdigkeit nun nicht mehr verstecken. Dementsprechend ruhig verlief unsere Busfahrt.
Während wir gerade einen Rastplatz für eine kurze Pipi-Pause anfuhren, traf der LKW bereits gegen 13 Uhr in Keeken ein. Und während wir uns noch die Beine vertraten, nahmen sich einige tatkräftige Helfer*innen der Sache an und räumte den LKW geschwind aus. Alles war für unsere Ankunft griffbereit, Koffer und Ausweisdokumente fein säuberlich sortiert. Vielen Dank für eure Hilfe!
Der Rest der Busfahrt glich der ersten Hälfte, viele müde Kinder und Betreuerse. Gegen kurz nach 15 Uhr hatten wir es dann endlich geschafft und waren in Keeken angekommen. Die letzten Meter wurden traditionell per Fuß zurückgelegt, ehe wir das Sporthaus sehen konnten. Ein letztes Mal hallte es „so lang ich noch Luft in meiner Lunge hab“ und „eisgekühlter Bommerlunder“, damit auch ganz Keeken wusste, dass wir es gesund und munter nach Hause geschafft haben. Und was war das bitte für ein großartiger Empfang? Die Eltern der Kinder waren richtig kreativ und schmückten die Straßen für uns. Als sei das noch nicht genug wurden wir lautstark von einem ganzen Empfangskomitee mit selbstgestalteten Plakaten begrüßt. Liebe Eltern, ihr seid der Wahnsinn, vielen Dank!
Bevor es zurück zu den Familien und Freunden ging, sammelten wir uns ein letztes Mal in einem großen Kreis, danach waren der Freude keine Grenzen gesetzt. Mit Hab und Gut im Gepäck ging es ab nach Hause und für viele wahrscheinlich erstmal ins Bett…
Wo ist nur die Zeit geblieben? Es kommt uns vor, als wäre es gestern gewesen, dass die Kinder voller Vorfreude und Erwartungen in den Bus gestürmt sind. Zwei wunderschöne und ereignisreiche Wochen liegen hinter uns. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schauen wir zurück auf die Zeit und sind nun froh wieder wohlauf im Kreise unserer Liebsten zu sein. Wir hoffen, es hat euch mindestens genauso gut gefallen, wie uns und wir freuen uns schon jetzt unglaublich auf nächstes Jahr!





